Nachhaltige Gewerbegebiete

Während meiner letzten Ratssitzung am 29. September konnte ich erfolgreich einen Antrag zu nachhaltigen Gewerbegebieten in den Werler Rat einbringen. Erfolgreich, weil alle Parteien das anvisierte Modellvorhaben zu Eco-Industrial-Parks als vielversprechend einstuften und weil das Projekt nun in Werl vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV) vorgestellt werden soll. Hier unser Antragstext:

Antrag

Der Rat der Stadt Werl beschließt die Teilnahme am Modellverbundprojekt „Nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung“ des Landes NRW und beauftragt den Bürgermeister eine entsprechende Willenserklärung abzugeben (siehe Anlage).

Begründung

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV) will durch eine nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung den weiteren Flächenverbrauch im Land möglichst vermeiden. Dieses Ziel soll künftig stärker auch bei der Planung neuer Gewerbegebiete verfolgt werden. Die Kommunen sollen in die Lage versetzt werden, den Wettbewerb um attraktive Gewerbeflächen nicht länger zu Lasten noch vorhandener Freiflächen zu bestreiten.

Der Begriff „Nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung“ wurde gewählt, um neben dem Gegenstand des Projektes (Gewerbe) auch die Leitidee (Nachhaltigkeit) und den Prozesscharakter (Entwicklung) zu kennzeichnen. Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie und Soziales – sind in Einklang zu bringen.

Das Bild der nachhaltigen Gewerbeflächenentwicklung bezieht sich auf ein breites Spektrum unterschiedlicher Gewerbegebiete: Sie reichen von minder genutzten oder nicht bebauten Flächen, an die besondere Anforderungen zu stellen sind, über Standorte, die bislang brachlagen oder anders als gewerblich-industriell genutzt wurden, bis hin zu den bereits bebauten und in sich geschlossenen Gewerbe-Altstandorten, die „nachhaltig“ umzubauen sind. Auch ein denkmalgeschütztes Ensemble sowie ein komplexes Gesamtkonzept gehören dazu.

Das Land konnte seit der Gründung des Modellprojektverbundes mit insgesamt acht Kommunen im Frühjahr 2006 weitere Kommunen für die nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung interessieren. Ende 2010 sind insgesamt elf Kommunen dabei. Es sind, angefangen bei der ländlichen Gemeinde am Rande des Ruhrgebiets über die Kleinstadt am peripheren Rand und die kleine Industriestadt im verdichteten Agglomerationsraum bis hin zur Großstadt mit altindustrieller Tradition, so gut wie alle Gemeindetypen im Modellprojektverbund vertreten.

Grundlage für die Arbeit in den Modellprojekten ist eine Willenserklärung der (Ober-) Bürgermeister/-innen (siehe Anlage). Die Erklärung hält eine Auswahl von Kriterien fest, die sich idealtypisch an der Balance von Ökologie, Ökonomie und Sozialem orientieren und deren Einhaltung die Kommunen mit Unterschrift zugestimmt haben. Die Projektteilnehmer streben an, Eingriffe in Natur und Landschaft weitgehend zu vermeiden, den Flächen- und Energieverbrauch sowie Emissionen generell zu minimieren, regenerative Energien zu nutzen und Konzepte zur Vermeidung von Abfällen und für die Ver- und Entsorgung zu entwickeln. Die nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung stellt somit eine innovative Maßnahme zum Umweltschutz und zur nachhaltigen Wirtschaftsförderung dar.

Die Projektkommunen, die sich mit der „Willenserklärung“ der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister verpflichten, die Nachhaltigkeitskriterien zu verfolgen, wurden vom Umweltministerium mit dem „Eco Industrial Park“- Label ausgezeichnet.

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