FDP: Julian Kirchherr gibt politische Mandate zurück

WERL ▪ Das Rats-Trio der Werler FDP setzte auf drei Generationen: den jungen Julian Kirchherr, den Ratsherrn mittleren Alters, Michael Dörrer, und den Älteren Adolf Wiemhöfer. Nun wird dieses Trio gesprengt. Der Jüngste schert aus. Denn Julian Kirchherr gibt alle politischen Mandate zurück.

Das teilte Kirchherr heute mit. Er nehme zum Oktober ein zweijähriges Postgraduierten-Studium in Management und Public Policy an der London School of Economics (LSE) auf. „Ich blicke auf sechs lehrreiche Jahre in der Politik zurück“, sagte Kirchherr. „Leider lässt sich das ehrenamtliche Engagement aktuell nicht mit meinem Studium und meinen beruflichen Plänen vereinbaren.“

Der 22-Jährige will am 29. September seine letzte Ratssitzung in Werl bestreiten. Nachrücker ist Dr. Jochen Müller, der lange Jahre den Werler FDP-Stadtverband geleitet hat. Am 6. Oktober nimmt Kirchherr an seiner letzten Sitzung als Kreistagsabgeordneter teil. Nachrücker ist Günter Münzberger, der den Liberalen Senioren in Nordrhein-Westfalen vorsteht. Der Werler FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Dörrer und der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, Wilhelm Reinecke wünschten Kirchherr „für seinen weiteren Werdegang alles Gute.“

Neben seiner kommunalpolitischen Arbeit war Kirchherr zuletzt aktiv im Bundesvorstand der Jungen Liberalen und als kooptiertes Mitglied im Bundesvorstand der liberalen Kommunalpolitiker. Er gehört außerdem dem geschäftsführenden FDP-Bezirksvorstand in Südwestfalen an.

In Werl hatte Kirchherr zuletzt vor allem für Wirbel durch eine mehrfache Abwesenheit im Rat gesorgt. Dass er oft nicht zugegen war, aber die Ratsmitgliedern zustehende Pauschale kassierte, hatte für Unmut und Gesprächsstoff gesorgt – nicht nur bei anderen Fraktionen, sondern auch bei den Liberalen selbst. Das Doppelmandat als Kreistagsmitglied war dabei nicht förderlich. Allerdings war Kirchherr stets auch politisches Talent nachgesagt worden – und dass er durchaus Karriere machen könne in der FDP. Die muss nun aber wegen der beruflichen Weichenstellung erstmal hintenan stehen. Kirchherrs damalige Verteidigung zu den berufliche bedingten Fehlstunden im Rat („Nach einer Zeit der Abwesenheit wird auch wieder eine Zeit der besonders intensiven Präsenz folgen“), sie hat sich überholt. ▪ bus

Quellennachweis/Werler Anzeiger hier.


Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: