FDP: „Externe Beratung auf dem Rücken der Werler Schüler“

Zur Werler Schulstrukturdebatte meldet sich Julian Kirchherr, stellv. Fraktionsvorsitzender und schulpolitischer Sprecher der FDP-Ratsfraktion, zu Wort:

Das hat die Werler SPD schön hinbekommen: Für 9520 Euro wird die Stadt Werl nun auf Vorschlag der Sozialdemokraten in Sachen Schulpolitik beraten. Gegenfinanziert wird die Beratung durch Minderausgaben bei der Schülerbeförderung. Das geht aus einer Mitteilung der Verwaltung hervor, die auf der Tagesordnung der nächsten Ratssitzung steht.

Die FDP war von Anfang an gegen diese Beratung. Die schulpolitische Debatte ist eine urtümlich politische Debatte, die nicht an vermeintliche Experten delegiert werden darf. Eine wissenschaftliche und objektive Lösung gibt es in dieser Frage ohnehin nicht. Vielmehr ist jedem Mitglied im Schulausschuss bekannt, dass der nun angeheuerte Berater eine starke Präferenz für Gesamtschulen hat; das Ergebnis der Beratung stand unsinnigerweise also schon vor ihrem Beginn fest.

Besonders schlimm: Wegen der kostspieligen Beratung müssen die Werler Schüler nun bei ihren Tickets im öffentlichen Nahverkehr oben drauf zahlen. So sieht keine soziale Politik aus! Würden SPD und CDU endlich den Schneid besitzen, sich eine plausible Meinung zur Werler Schulstrukturfrage zu bilden, wäre die Beratung unnötig gewesen. Beide Parteien verstecken sich jetzt hinter dem vermeintlichen Experten und tragen ihre Unentschlossenheit auf dem Rücken der Werler Schüler aus.

Wir Liberalen fordern seit nunmehr zwei Jahren, dass die Werler Schullandschaft endlich nach den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder und Eltern reformiert wird. Konkret heißt das: Schulen mit großem Zulauf und Zuspruch – z. B. das Marien-Gymnasium oder die Overbergschule – bleiben erhalten. Schulen mit wenig Zulauf und Zuspruch – konkret: die Petri-Hauptschule – bedürfen Veränderungen. Mit Blick auf die hohe Rate der Werler Schüler, die Gesamtschulen in Nachbarstädten besuchen, ergibt die Umwandlung der Petri-Hauptschule in eine Gesamtschule von der fünften bis zehnten Klasse  gegenwärtig den meisten Sinn.“

Der Leserbrief im Anzeiger: Nicht delegieren!

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