Ampel anknipsen!

12. Mai 2010

Die Gefechtslage ist klar: SPD und Grünen fehlt nach der NRW-Landtagswahl genau ein Sitz zur Regierungsmehrheit. Denkbar wären nun ein Linksbündnis, eine Ampel, eine Schwampel oder eine Große Koalition. Ich finde, die FPD sollte auf ein rot-gelb-grünes Bündnis hinarbeiten.

Klar, auf dem außerordentlichen Landesparteitag in Aachen – genau eine Woche vor der Wahl – haben wir uns per Beschluss an die CDU gekettet. Aber eine Partei, die den ganzen Wahlkampf über mit den Grünen liebäugelt, hat unsere Koalitionsaussage einfach nicht verdient gehabt. Das war ein taktischer Fehler und dazu sollten wir stehen. Auch die FDP-Zweitstimmenkampagne war fragwürdig: Wir sind eine eigenständige Partei und nicht das Anhängsel der CDU. Rüttgers, Uhlenberg oder Laschet wären niemals auf die Idee gekommen, nur die Erststimme bei der Landtagswahl für sich zu fordern.

Für eine Ampelkoalition sprechen jetzt also zwei Gründe:

Erstens ist die Alternative zur Ampel-Koalition das Linksbündnis. Genau davor muss die FDP aber Nordrhein-Westfalen bewahren. Die linken Trotzkisten, Marxisten und Radikale dürfen in keinem Fall Regierungsverantwortung erlangen.

Zweitens könnten in einer Ampel-Koalition wesentliche Reformerfolge der vergangenen fünf Jahre bewahrt werden. Der Wahlkampf darf nicht darüber hinwegtäuschen, wie Hannelore Kraft wirklich tickt: Als NRW-Wissenschaftsministerin hat Kraft Studiengebühren für Bummel-Studenten und Zweitfach-Studierende eingeführt. Im Wissenschaftsministerium heißt es, dass auch ein Modell der nachgelagerten Studiengebühren diskutiert wurde. Übrigens hat Kraft im gesamten Wahlkampf auch nie gesagt, dass sie Studiengebühren von heute auf morgen abschaffen wolle. Eins ist also klar: Mit Kraft als Ministerpräsidenten würden wir bei diesem Thema nicht auf Granit beißen und könnten das Hochschulfreiheitsgesetzt weiter entwickeln.

Kraft hat in ihrer Amtszeit übrigens auch die Fusion der Universitäten Duisburg und Essen durchgesetzt. Ein wegweisendes Vorhaben und überhaupt kein Wunder: Krafts Ziehvater war Wolfgang Clement, der heute Wahlempfehlungen für die FDP ausspricht. Die Wirtschaftswissenschaftlerin Kraft ist eine ausgebuffte Pragmatikerin.

Ich bin auch überzeugt, dass FDP, SPD und Grüne bei der Schulpolitik zusammen kommen würden. Vordergründig wird ohne Frage der erbitterte und ideologische Schulstrukturstreit geführt. Hintergründig ist bereits 2001 unter Rot-Grün das Modellprojekt „Selbständige Schule“ angelaufen, ein Konzept, was CDU und FDP 2008 mit der „Eigenverantwortlichen Schule“ auf ganz NRW angewendet haben. In einer Ampel-Koalition könnten wir diese Idee weiter vorantreiben, das Schulsystem nicht von oben herab, sondern von der Basis aus weiterentwickeln. Passgenaue Angebotsprofile vor Ort, ein Schulmanager, der über Sach- und Personalmittel weitestgehend selbst bestimmt – das ist ein parteiübergreifender Ansatz. Das FDP-Konzept der Mittelschule würde ebenfalls Raum für Kompromisse bieten.

Und überhaupt: Als Jungliberaler sind mir die Bürgerrechte besonders wichtig. Mit den Hardlinern der CDU aber kriegen wir keinen einzigen unserer Punkte durchgedrückt. Bei SPD und vor allem den Grünen liefen wir offene Türen ein. Klar, in der Wirtschaftspolitik müssten wir beiden Parteien Nachhilfe geben. Aber seien wir doch mal ehrlich: Wer es fünf Jahre lang mit Möchtegern-Arbeiterführer Rüttgers aushält, wird auch SPD und Grüne auf Linie bringen.

Probieren wir’s aus!

Und das gibt’s sonst dazu:

Fröhlich, Heiko: Gib’ mir ‘ne Ampel! – Heiko ist FDP-Ratsherr in Bochum

Winter, Franz: Der Ton macht’s - Franz leitet den LAK Internationales in Nordrhein-Westfalen

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JuLis mit Steinkohle-Aktion auf dem FDP-Bundesparteitag

24. April 2010
Mehr Kohle für Bildung!

Mehr Kohle für Bildung!

JuLis mit MdEP Silvana Koch-Mehrin auf dem FDP-Bundesparteitag

Alle Bilder zur Aktion gibt es hier: http://tinyurl.com/35235kq


In den Bundesvorstand gewählt

14. April 2010

Am vergangenen Wochenende bin ich auf dem Bundeskongress der Jungen Liberalen in Bonn als Beisitzer in den Bundesvorstand gewählt worden. Über die neue Aufgabe freue ich mich sehr, und werde darüber auch hier im Blog regelmäßig berichten. Für Ihre kommunalpolitischen Anregungen, Ideen und Hinweise stehe ich wie gewohnt jederzeit zur Vefügung.

Herzliche Grüße
Julian Kirchherr


Erstwählerpostkarte verschickt!

20. August 2009

Rund 5,000 Erstwählerpostkarten gehen morgen früh – nach einer Nachtschicht in der Kreisgeschäftsstelle (vielen Dank noch einmal an Martin, Simon, Stefan und Urs!) – an Jugendliche im gesamten Kreisverband Soest. Damit wollen wir JuLis zum Wählen animieren und hoffen außerdem darauf, vielleicht so den ein oder anderen Interessenten zu finden. Hier gibt’s die Erstwählerpostkarte auch zum Download.

Li(e)berale Grüße!
Julian

ppk

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JuLis fordern Einrichtung Kommunalstrukturfonds für gezielte Finanzhilfe

12. August 2009

Kreis Soest. Zur Kommunalwahl am 30. August 2009 kandidieren im Kreis Soest mehr als 20 jungliberale Kandidaten, viele davon auf aussichtsreichen Plätzen. Der Kreisverband der Jungen Liberalen (JuLis) im Kreis Soest hat sich darum noch einmal intensiv mit der Finanzlage im Kreis Soest auseinandergesetzt.

Im vergangenen Jahr waren die Kommunen in NRW mit mehr als 50 Milliarden Euro verschuldet. Der Kreis Soest beheimatet einige der verschuldensten Städte in NRW. So verzeichnet die Stadt Werl über 100 Millionen Euro Schulden, während Geseke mit „nur“ 25 Millionen Euro Schulden da steht.

julis_logoBei wenigen Ausnahmen bedeutet das für die Kommunen im Kreis Soest eine Beschränkung auf die vorgeschriebenen Pflichtaufgaben.

„Um eine langfrstige Trendwende herbeizuführen wären gerade in strukturell schwachen Kommunen erhöhte freiwillige Leistungen, insbesondere im sozialen Bereich notwendig“, erklärt der JuLi-Spitzenkandidat Julian Kirchherr aus Werl.

Zur Sicherung einer echten kommunalen Selbstverwaltung fordern die FDP-Nachwuchspolitiker im Kreis Soest den sofortigen Stopp der Zahlungen an den Aufbau Ost. Julian Kirchherr: „Es ist paradox, wenn Städte, die sich im Nothaushalt befinden, Hilfsleistungen für Andere über Kassenkredite finanzieren müssen. Strukturförderung muss endlich unabhängig von Himmelsrichtungen gestaltet werden.“

Ergänzend zum kommunalen Finanzausgleich fordern die JuLis einen Kommunalstrukturfonds unter Aufsicht des Landesfinanzministeriums, aus dem gezielt freiwillige Leistungen in bankrotten Kommunen gestützt werden können. Nach Auffasung der Jungliberalen gehört dazu auch eine Neudefinition der Kataloge für Pflichtaufgaben und freiwillige Leistungen.

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