Dörrer übernimmt Fraktionsvorsitz

3. Oktober 2009

FDP stellt personelle Weichen

WERL, 01.10.09. Michael Dörrer übernimmt den Vorsitz der Werler FDP-Ratsfraktion. Das beschloss das dreiköpfige Team auf ihrer konstituierenden Sitzung am Donnerstag Abend im Hilbecker Hof. Dörrers Stellvertreter ist der neu ins Plenum gewählte Ratsherr Julian Kirchherr.

„Danke für den Vertrauensvorschuss!“ so Dörrer, der die FDP bereits seit fünf Jahren im Werler Rat vertritt. Als erste Amthandlungen will Dörrer bis zu den Herbstferien alle Ausschüsse mit sachkundigen Bürgern besetzen und außerdem ein „strategisches Grundsatzprogramm für die neue Legislaurperiode“ erarbeiten.

Am Rande der Sitzung ist außerdem der Werler Abiturient Martin Haape zum neuen Sprecher der Jungen Liberalen (JuLis) Werl ernannt worden. Der 18-Jährige tritt damit die Nachfolge von Lukas Chmurczyk an, der den Stadtverbandsvorsitz auf beruflichen Gründen niederlegte.

Haape kündigte an, dass er den mit zahlreichen Wegzügen konfrontierten JuLi-Stadtverband durch eine Neumitgliederkampagne stärken wolle. Dabei setze er auf enge Zusammenarbeit mit der Werler FDP.


Wahlkampfendspurt beginnt!

26. August 2009

Kurz vor der Wahl geben wir JuLis noch einmal richtig Gas: Nach dem Streitgespräch mit Lea Heidrich und Frederick Krieger von der Grünen Jugend Warstein bei yourzz.fm, waren Martin Haape und ich gestern noch schnell in der Werler-Anzeiger-Redaktion, um die Schwerpunkte aus unserem JuLi-Wahlprogramm vorzustellen.

Morgen früh werden Herr Wiemhöfer und ich noch einmal einen Stand in der Fußgängerzone aufbauen, bevor es am Samstag in den 24-h-Wahlkampf geht!

yourzzfm

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Erstwählerpostkarte verschickt!

20. August 2009

Rund 5,000 Erstwählerpostkarten gehen morgen früh – nach einer Nachtschicht in der Kreisgeschäftsstelle (vielen Dank noch einmal an Martin, Simon, Stefan und Urs!) – an Jugendliche im gesamten Kreisverband Soest. Damit wollen wir JuLis zum Wählen animieren und hoffen außerdem darauf, vielleicht so den ein oder anderen Interessenten zu finden. Hier gibt’s die Erstwählerpostkarte auch zum Download.

Li(e)berale Grüße!
Julian

ppk

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Worum geht’s eigentlich bei der Kommunalwahl?

11. August 2009

Am 30.8 sind die Kommunalwahlen und zumindest der Kampf um Wahlplakatsplätze an Bäumen und Laternenmasten ist mittlerweile heiß entbrannt. Worum genau es bei dieser Kommunalwahl aber ganz objektiv erst einmal geht, haben die Parteien bisher noch nicht geschafft zu vermitteln.

„Wähle ich bei der Kommunalwahl nur den Bürgermeister?“ oder „Wie funktioniert das eigentlich mit den Stadtratskandidaten und was macht der Kreistag?“ waren Fragen, die mir an diesem Wochenende am Wahlkampfstand immer wieder gestellt wurden. Das ist nur allzu verständlich, denn die politischen Parteien – leider auch inklusive meiner eigenen – verwenden viel zu wenig Zeit darauf, diese grundlegenden Fragen zu klären.

Was also sind die Grundlagen dieser Wahl? Zunächst hat jeder Wähler am 30. August drei Stimmen. Eine für den Bürgermeister, eine für den Stadtratskandidaten und eine für den Kreistagskandidaten.

Eine Plakatwand in Werl

Eine Plakatwand in Werl

Der Bürgermeister, der seit 1999 direkt gewählt wird, steht – genau wie seine Herausforderer – erst einmal im Mittelpunkt des Wahlkampfes. Das ist auf den ersten Blick verständlich, immerhin ist der Bürgermeister Repräsentant unserer Stadt, Chef der Verwaltung und derjenige, der Ratssitzungen leitet und Beschlüsse des Rates umsetzt.

Mindestens genauso wichtig aber ist die Stimme für den Stadtratskandidaten. Werl ist in 20 Wahlbezirke aufgeteilt, und der Kandidat, der in seinem Wahlbezirk die meisten Stimmen holt, zieht direkt in den Stadtrat ein. Die Stimme für den Stadtratskandidaten ist aber auch eine indirekte Stimme und zwar für dessen Partei. Auch wenn der von Dir gewählte Kandidat nicht direkt in den Stadtrat einziehen sollte, so wird die Stimme doch zum prozentualen Ergebnis der jeweiligen Partei hinzugerechnet.

Holt die Partei in der Stadt z. B. insgesamt zehn Prozent der Stimmen, würden also bei einem 40-köpfigen Stadtrat rund 4 Kandidaten der Partei ins Parlament einziehen – und zwar diejenigen, die auf der sog. „Reserveliste“ der Partei auf den ersten vier Plätzen stehen. Die Reserveliste wählt die Partei einige Monate vor der Wahl in einer öffentlichen Versammlung.

Genau diese Prinzipien und Mechanismen gelten auch bei der Wahl der Kreistagskandidaten. Werl ist in drei Kreistagswahlbezirke aufgeteilt, also werden für den Kreistag drei Direktmandate vergeben. Für unsere Hellwegstadt hat der Kreis eine immer größere Bedeutung gewonnen. Das liegt zum einen an der sog. „Kreisumlage“, eine Art (immer höher werdende) Steuer, die unsere Stadt an den Kreis zu entrichten hat. Der Kreis hat nämlich auf vielen Politikfeldern großen Einfluss gewonnen. Das gilt nicht nur beim Kreisjugendamt oder Kreisstraßen, sondern auch bei Förderschulen, die vom Kreis getragen werden oder aber bei der Umweltpolitik.

Wer zwischen 16 und 18 Jahren alt ist, wird übrigens von uns JuLis wenige Tage vor der Wahl noch genauere Infos über den Kreistag und seine Funktionen erhalten.


Beitritt in die EU ist umstritten

28. Mai 2009

FDP-Europaabgeordneter Alexander Alvaro zu Gast – Ahmet Gürsoy führte Politiker durch die Werler Moschee

WERL (geb). Pünktlich zum 20. Geburtstag schaute jetzt auch Alexander Alvaro, der Europaabgeordnete der heimischen Freidemokraten und JuLis in der Werler Moschee vorbei. Für den Politiker war es der erste Besuch in einem islamischen Gebetshaus. Umso interessierter lauschte er während der Führung den Erläuterungen von Ahmet Gürsoy.

Im Anschluss an die Besichtigung lud der islamische Kulturverein zum gemütlichen Beisammensein in den Gemeinschaftsraum der Moschee ein. Bei türkischem Tee und landestypischen Leckereien stand Alexander Alvaro den Werler Politikern und den Gastgebern Rede und Antwort, nutzte die Gelegenheit aber auch dazu, selbst mehr zu erfahren. Eines der Themen war der mögliche Beitritt der Türkei in die EU. „Ich bin mir nicht sicher, ob alle Türken das überhaupt wollen,“ erklärte Alvaro. Tatsächlich ergab eine Umfrage in der Türkei in der jüngeren Vergangenheit, dass 70% der Türken einen Beitritt ablehnen.

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Alex Alvaro mit türkischer Gemeinde in Werl

Zunächst wäre es also wichtig, gemeinsam zu überlegen, wo die Schwierigkeiten liegen. Die Presse- und Meinungsfreiheit würde nach wie vor zu den gravierenden Kritikpunkten zählen. Wie sehr Integration funktionieren kann, erlebte Alvaro in der Hellwegstadt.
Original:  “Beitritt in die EU ist umstritten”

Westfalenpostberichterstattung zum Besuch: Liberaler Deutsch-Portugiese zu Gast in Werler Moschee


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