Der Launch: Courageous Concepts

1. Januar 2012

Liebe Leser,

ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich einen Moment Zeit nehmen würden, um einen Blick auf mein neuestes Projekt zu werfen: Courageous Concepts (www.courageous-concepts.de).

Was ist Courageous Concepts? Courageous Concepts bietet professionelle Karriereberatung von Studierenden für Studierende zu Stipendien-, Praktikums- und Masterplatz-bewerbungen. Wir wollen junge Talente bestmöglich unterstützen und entwickeln. Wir bauen Fähigkeiten auf und entfalten Potentiale durch kreative und individuelle Ansätze in der Karriereberatung. Lernen Sie mehr über unser Unternehmen auf www.cc-karriereberatung.de!

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen zu diesem Projekt und wünsche Ihnen alles Gute für 2012!

Ihr
Julian Kirchherr


Streitgespräch zu Afghanistan: Truppenabzug zu früh?

23. Dezember 2011

Für das Jugendportal des Deutschen Bundestages (mitmischen.de) habe ich einen kleinen Kommentar zum Einsatz deutscher Truppen in Afghanistan verfasst:

Der Anfang vom Ende? Bis 2014 sollen die internationalen Truppen aus Afghanistan abziehen. Doch wird das Land dann in der Lage sein, selbst für Frieden zu sorgen oder droht ein Bürgerkrieg? Julian, 22, hält den geplanten Rückzug für verfrüht. Anna, 17, glaubt, Afghanistan kann es dann alleine schaffen – mit Unterstützung aus dem Ausland, aber ohne Kampftruppen. Wie steht ihr dazu? Stimmt ab!

Julian: Fahrlässig!

Diesen Sommer habe ich ein Praktikum in der Zentrale der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Eschborn gemacht. Die GIZ ist die Durchführungsorganisation der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und arbeitet auch an Projekten in Afghanistan. Eines Morgens lasen wir Praktikanten im Intranet, dass einer unserer Mitarbeiter in Kabul umgekommen war – erschossen bei einem Spaziergang. Zwei Wochen später kam ein weiterer Mitarbeiter aus Kabul unvermittelt zurück in unsere Zentrale. Nur saß er jetzt im Rollstuhl.

Fast 3.000 Soldaten und Entwicklungshelfer westlicher Staaten sind seit 2001 in Afghanistan umgekommen. Erst vor Kurzem musste der afghanische Präsident Hamid Karsai eine Reise nach Europa abbrechen, weil Selbstmordattentäter in Kabul und Mazar-e Sharif über 60 Menschen in den Tod gerissen hatten.  Afghanistan ist ein Land im Krieg und Chaos und nichts deutet daraufhin, dass 2014 alles besser sein wird. Ich finde: Ein solcher Abzug wäre grob fahrlässig.

Klar, westliche Truppen sollten nur so lange wie nötig in Afghanistan sein. Aber niemand kann heute prognostizieren, wann das Land wirklich auf eigenen Beinen stehen kann. Noch ist kein klarer Trend Richtung mehr Stabilität und Demokratie erkennbar. Alle kleinen Erfolge, die in den letzten zehn Jahren erzielt worden sind, könnten innerhalb weniger Monate vernichtet werden. Unsere Arbeit dort ist noch nicht erledigt.

Die Terroristen, die die Anschläge vom 11. September 2001 verübt haben, sind in Afghanistan ausgebildet worden.  Das heißt: Wir brauchen Demokratie, Wohlstand und Stabilität in Afghanistan, um Demokratie, Wohlstand und Stabilität in der Welt und in Deutschland zu sichern. Nur in einem demokratischen, wachsenden und stabilen Afghanistan wird es keine Terror-Camps mehr geben.

Ein solches Land zu schaffen kostet Zeit. Deshalb müssen wir uns eingestehen: Afghanistan ist ein Langzeit-Projekt. Es kann heute kein Tag für den Abzug der Truppen festgelegt werden. Wir Deutschen sind in der Welt zu Hause und tragen Verantwortung – und  zwar auch in und für Afghanistan.

Den gesamten Artikel findest Du hier.


Nachhaltige Gewerbegebiete

30. November 2011

Während meiner letzten Ratssitzung am 29. September konnte ich erfolgreich einen Antrag zu nachhaltigen Gewerbegebieten in den Werler Rat einbringen. Erfolgreich, weil alle Parteien das anvisierte Modellvorhaben zu Eco-Industrial-Parks als vielversprechend einstuften und weil das Projekt nun in Werl vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV) vorgestellt werden soll. Hier unser Antragstext:

Antrag

Der Rat der Stadt Werl beschließt die Teilnahme am Modellverbundprojekt „Nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung“ des Landes NRW und beauftragt den Bürgermeister eine entsprechende Willenserklärung abzugeben (siehe Anlage).

Begründung

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV) will durch eine nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung den weiteren Flächenverbrauch im Land möglichst vermeiden. Dieses Ziel soll künftig stärker auch bei der Planung neuer Gewerbegebiete verfolgt werden. Die Kommunen sollen in die Lage versetzt werden, den Wettbewerb um attraktive Gewerbeflächen nicht länger zu Lasten noch vorhandener Freiflächen zu bestreiten.

Der Begriff „Nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung“ wurde gewählt, um neben dem Gegenstand des Projektes (Gewerbe) auch die Leitidee (Nachhaltigkeit) und den Prozesscharakter (Entwicklung) zu kennzeichnen. Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie und Soziales – sind in Einklang zu bringen.

Das Bild der nachhaltigen Gewerbeflächenentwicklung bezieht sich auf ein breites Spektrum unterschiedlicher Gewerbegebiete: Sie reichen von minder genutzten oder nicht bebauten Flächen, an die besondere Anforderungen zu stellen sind, über Standorte, die bislang brachlagen oder anders als gewerblich-industriell genutzt wurden, bis hin zu den bereits bebauten und in sich geschlossenen Gewerbe-Altstandorten, die „nachhaltig“ umzubauen sind. Auch ein denkmalgeschütztes Ensemble sowie ein komplexes Gesamtkonzept gehören dazu.

Das Land konnte seit der Gründung des Modellprojektverbundes mit insgesamt acht Kommunen im Frühjahr 2006 weitere Kommunen für die nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung interessieren. Ende 2010 sind insgesamt elf Kommunen dabei. Es sind, angefangen bei der ländlichen Gemeinde am Rande des Ruhrgebiets über die Kleinstadt am peripheren Rand und die kleine Industriestadt im verdichteten Agglomerationsraum bis hin zur Großstadt mit altindustrieller Tradition, so gut wie alle Gemeindetypen im Modellprojektverbund vertreten.

Grundlage für die Arbeit in den Modellprojekten ist eine Willenserklärung der (Ober-) Bürgermeister/-innen (siehe Anlage). Die Erklärung hält eine Auswahl von Kriterien fest, die sich idealtypisch an der Balance von Ökologie, Ökonomie und Sozialem orientieren und deren Einhaltung die Kommunen mit Unterschrift zugestimmt haben. Die Projektteilnehmer streben an, Eingriffe in Natur und Landschaft weitgehend zu vermeiden, den Flächen- und Energieverbrauch sowie Emissionen generell zu minimieren, regenerative Energien zu nutzen und Konzepte zur Vermeidung von Abfällen und für die Ver- und Entsorgung zu entwickeln. Die nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung stellt somit eine innovative Maßnahme zum Umweltschutz und zur nachhaltigen Wirtschaftsförderung dar.

Die Projektkommunen, die sich mit der „Willenserklärung“ der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister verpflichten, die Nachhaltigkeitskriterien zu verfolgen, wurden vom Umweltministerium mit dem „Eco Industrial Park“- Label ausgezeichnet.


Gesetze für 500 Millionen Menschen

29. November 2011

Seit zwei Jahren arbeitet Agnieszka Dombrovsky bei der Europäischen Kommission in Brüssel. Eine Laufbahn in den EU-Institutionen hatte sie eigentlich nie geplant. Wieso sie doch nach Brüssel gekommen ist und was sie dort macht, erzählt sie Schekker-Autor Julian.

„Ich glaube, ich will nach Asien.“ Agnieszka denkt verträumt nach. „Das wäre wieder etwas ganz Neues. Aber erst in ein oder zwei Jahren.“ Wir sitzen auf einer kleinen Mauer an der Rue de Londres, nur zwei Straßen entfernt vom Europäischen Parlament. Plötzlich springt sie hinunter. „Jetzt wäre noch ein Espresso gut. Am Place du Luxembourg?“ Sie läuft einfach los.

Seit anderthalb Jahren wohnt die 30-jährige Polin mittlerweile in Brüssel. Angefangen hat sie als stagiaire, als Praktikantin, bei der Europäischen Kommission. „Das war ein richtig gutes Praktikum“, sagt sie. „Ich habe jeden Tag eine Aufgabe bekommen, mit der ich mich vorher noch nie beschäftigt hatte. So viel habe ich in so kurzer Zeit noch nie gelernt.“ Heute ist sie Mitarbeiterin der Generaldirektion für Bildung und Kultur, bei der sie damals so klein angefangen hat.

Als Praktikantin hat sie bereits satte 1071,10 Euro im Monat verdient, fast ohne Abzüge. Zum Vergleich: 40 Prozent aller deutschen Praktikanten mit Studienabschluss werden überhaupt nicht bezahlt. Das Durchschnittsgehalt aller, die bezahlt werden, liegt bei rund 551 Euro brutto im Monat. Heute bekommt Agnieszka sogar das Vierfache ihres damaligen Praktikantengehalts.

Trotzdem wohnt sie noch immer im gleichen kleinen Zimmer am Square Ambiorix, in das sie zu Praktikumsbeginn eingezogen ist. „Das sind fünfzehn Gehminuten bis zur Kommission“, sagt sie. „Besser geht es doch nicht. „Außerdem gebe ich mein Geld lieber für andere Dinge aus. Kleider zum Beispiel.“ Sie grinst breit und fährt sich durch das blondierte Haar.

Von der Großkanzlei nach Barcelona

Agnieszka hat Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre in Warschau studiert. Gleichzeitig. Und in Rechtswissenschaften als Jahrgangsbeste abgeschlossen. „Im Rechnen war ich nicht so gut.“ Später hat sie in Barcelona zu geistigen Eigentumsrechten promoviert. Aber auf ihren Doktortitel wird sie nicht gerne angesprochen. „Das war keine schöne Zeit.“

Sie ist damals für ihren Freund, einen Spanier, nach Barcelona gezogen. „Ich habe in einer Großkanzlei in Warschau gearbeitet, als wir uns kennengelernt haben. Ich habe den Job gehasst. Die Arbeitszeiten waren das Schlimmste.“ Spät nachts kam sie nach Hause und auch am Wochenende musste sie oft ins Büro. „Und als ich irgendwann nachts wieder meine Pizza aus dem Pappkarton gegessen habe, habe ich mir gedacht, dass ich jetzt mit ihm nach Barcelona gehe.“ Dreieinhalb Jahre hat sie dort gelebt und an ihrer Doktorarbeit geschrieben. Die Beziehung ging allerdings schon nach einem Dreivierteljahr auseinander. Aber nicht nur das belastete sie in dieser Zeit. Es fiel ihr nicht leicht, Spanisch zu lernen. Ihre Doktorarbeit, die sie auch auf Spanisch schreiben musste, zog sich deshalb in die Länge und auch privat stand ihr die Sprachbarriere oft im Weg.

Mit einem Doktortitel zur Europäischen Kommission

In Brüssel ist das anders. Hier kommt sie mit Englisch gut zurecht. Ihr Promotionsthema steht nun auch im Mittelpunkt ihrer Arbeit bei der Europäischen Kommission. „Wir beschäftigen uns im Generaldirektorat etwa mit der Frage, wie wir in der Europäischen Union mit Musikpiraterie umgehen“, erzählt sie mir auf dem Weg zum Place du Luxembourg. Plötzlich redet sie viel langsamer, klingt ganz sachlich und ernst. „Oder wie wir auf Webseiten reagieren, die urheberrechtlich geschützte Filme und Serien online stellen. Welche Gesetzgebung kann von uns initiiert werden, um geistige Urheberrechte in ganz Europa besser zu schützen?“

Ein typischer Arbeitstag beginnt für Agnieszka um neun Uhr morgens. Gegen fünf Uhr nachmittags kann sie meistens Schluss machen. „Viele in Brüssel meinen, dass niemand in der Stadt so wenig arbeitet wie die Mitarbeiter der Europäischen Kommission“, sagt sie. „Aber ich finde, das stimmt nicht. Wir verbringen vielleicht nicht so viel Zeit im Büro wie die Lobbyisten und Consultants, aber wir nutzen jede Minute, um etwas zu verändern.“

Den größten Teil ihrer Arbeitszeit verbringt Agnieszka an ihrem Computer. „Klar, ich mache einen echten Bürojob.“ Auf ihrem Schreibtisch stapelten sich die Aktenordner und auf ihrem Desktop seien immer knapp ein Dutzend Fenster geöffnet, erzählt sie, während wir immer noch gemütlich durch Brüssel schlendern.

Meeting mit dem Chaos Computer Club

In ihrem Job recherchiert sie Informationen, stellt Daten zusammen und verfasst Positionspapiere. Aber oft trifft sich ihr Generaldirektorat auch mit Vertretern aus der Musikindustrie, der Filmbranche und auch mal mit dem Chaos Computer Club. „Wir wollen einen tiefen Einblick gewinnen, bevor wir eine Richtlinie oder Verordnung auf den Weg bringen. Deswegen diskutieren wir jeden unserer Vorschläge mit verschiedenen Interessengruppen“, erklärt Agnieszka. Die vielen Meetings machen die Arbeit lebendiger.

Nur die Europäische Kommission hat die Kompetenz, eine Gesetzgebung zu initiieren. Der Rat der Europäischen Union, in dem die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten vertreten sind, und das Europäische Parlament können keine eigenen Vorschläge einbringen, sondern nur Änderungen vornehmen und Vorlagen verabschieden. „Wenn aber ein Parlamentarier mit einer guten Idee zu uns kommt, machen wir natürlich etwas daraus“, sagt Agnieszka.

Gesetze für eine halbe Milliarde Menschen

Wenn eine Verordnung in Kraft tritt, erlangt sie Gültigkeit für alle Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union. „Das sind fast eine halbe Milliarde Menschen“, sagt Agnieszka. „Das ist das Atemberaubende, aber auch Angsteinflößende an diesem Job.“ Geplant hat Agnieszka nie, eines Tages für die Europäische Kommission zu arbeiten. „Ich wusste nach meiner Promotion nicht, was ich wollte. Ich wusste nur, was ich nicht wollte: eine Großkanzlei. Und so ein Praktikum bei der Europäischen Kommission klang cool. Deswegen habe ich mich beworben.“

Dass sie anschließend übernommen wurde und einen Zweijahresvertrag erhielt, ist keine Selbstverständlichkeit. Mit 615 Praktikantinnen und Praktikanten hatte sie ihr Traineeship bei der Europäischen Kommission begonnen. 30 erhielten nach fünf Monaten ein Angebot. „Ich würde keinem raten, sich als berufliches Ziel einen Job in der Europäischen Kommission zu setzen. Das wollen so viele und da spielt so viel Glück mit hinein“, sagt Agnieszka.

615 Praktikanten, 30 Jobs

Wer einen unbefristeten Job bei der Europäischen Kommission will, muss den Concours bestehen, einen der härtesten Aufnahmetests der Welt. Im Concours werden neben Sprach- und Mathematik-Kenntnissen auch logisches Denken und das Wissen über die Europäische Union abgefragt. Allein im letzten Jahr nahmen über 50.000 Bewerber an der Prüfung teil.

„Das ist schon eine Herausforderung“, sagt Agnieszka. „Aber ich will den Test momentan überhaupt nicht machen. Irgendwas mit geistigen Eigentumsrechten in Indonesien oder Vietnam zu machen, wäre spannender.“ Im Winter 2012 läuft ihr Vertrag aus.. Sie zupft sich das schwarze Kleid zurecht, bevor wir endlich das Café am Place du Luxembourg betreten. „Zwei Espresso, bitte.“

Aus: Kirchherr, J. Schekker – Das Jugendmagazin der Bundesregierung, Porträt | September 2011 | Ausgabe 96 – Europa, hier abrufbar.


FDP: Julian Kirchherr gibt politische Mandate zurück

28. November 2011

WERL ▪ Das Rats-Trio der Werler FDP setzte auf drei Generationen: den jungen Julian Kirchherr, den Ratsherrn mittleren Alters, Michael Dörrer, und den Älteren Adolf Wiemhöfer. Nun wird dieses Trio gesprengt. Der Jüngste schert aus. Denn Julian Kirchherr gibt alle politischen Mandate zurück.

Das teilte Kirchherr heute mit. Er nehme zum Oktober ein zweijähriges Postgraduierten-Studium in Management und Public Policy an der London School of Economics (LSE) auf. „Ich blicke auf sechs lehrreiche Jahre in der Politik zurück“, sagte Kirchherr. „Leider lässt sich das ehrenamtliche Engagement aktuell nicht mit meinem Studium und meinen beruflichen Plänen vereinbaren.“

Der 22-Jährige will am 29. September seine letzte Ratssitzung in Werl bestreiten. Nachrücker ist Dr. Jochen Müller, der lange Jahre den Werler FDP-Stadtverband geleitet hat. Am 6. Oktober nimmt Kirchherr an seiner letzten Sitzung als Kreistagsabgeordneter teil. Nachrücker ist Günter Münzberger, der den Liberalen Senioren in Nordrhein-Westfalen vorsteht. Der Werler FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Dörrer und der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, Wilhelm Reinecke wünschten Kirchherr „für seinen weiteren Werdegang alles Gute.“

Neben seiner kommunalpolitischen Arbeit war Kirchherr zuletzt aktiv im Bundesvorstand der Jungen Liberalen und als kooptiertes Mitglied im Bundesvorstand der liberalen Kommunalpolitiker. Er gehört außerdem dem geschäftsführenden FDP-Bezirksvorstand in Südwestfalen an.

In Werl hatte Kirchherr zuletzt vor allem für Wirbel durch eine mehrfache Abwesenheit im Rat gesorgt. Dass er oft nicht zugegen war, aber die Ratsmitgliedern zustehende Pauschale kassierte, hatte für Unmut und Gesprächsstoff gesorgt – nicht nur bei anderen Fraktionen, sondern auch bei den Liberalen selbst. Das Doppelmandat als Kreistagsmitglied war dabei nicht förderlich. Allerdings war Kirchherr stets auch politisches Talent nachgesagt worden – und dass er durchaus Karriere machen könne in der FDP. Die muss nun aber wegen der beruflichen Weichenstellung erstmal hintenan stehen. Kirchherrs damalige Verteidigung zu den berufliche bedingten Fehlstunden im Rat („Nach einer Zeit der Abwesenheit wird auch wieder eine Zeit der besonders intensiven Präsenz folgen“), sie hat sich überholt. ▪ bus

Quellennachweis/Werler Anzeiger hier.



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